Der Weg
des Meisters


1986 - 2020

Sifu
Karl-Heinz Stetter

Karl-Heinz Stetter hat 1986 mit dem Judo begonnen. Nach intensivem Training bestand er im Mai 1992 die Prüfung zum 1. Kyu (Braungurt) im Deutschen Judobund. Er war jedoch schon seit Ende der 80er-Jahre auf der Suche nach einer Kampfkunst, mit welcher er sein Grappling-Training um Schlag- und Tritttechniken ergänzen konnte bzw. welche eben alle Distanzen eines Kampfes abdeckt. Um den für ihn passenden Stil zu finden, versuchte er sich in verschiedenen Kampfsportarten wie Karate, Kickboxen, Ju-Jutsu etc.

Zu dieser Zeit verfolgte er in Fachmagazinen bereits die Veröffentlichungen von Sifu Keith R. Kernspecht, welche bei ihm großes Interesse für das dort vorgestellte Leung Ting Wing Tsun – System weckten.

Anfang 1993 war es dann soweit, es wurde von einer geplanten Kampfkunstschule in Deggendorf berichtet. Er nahm noch vor Schuleröffnung Kontakt mit dem künftigen Schulleiter auf und wurde nach einem überzeugendem Probetraining im Juli 1993 Mitglied der Europäischen Wing Tsun Organisation (EWTO) unter der Leitung von Sifu Keith R. Kernspecht. So begann er 1993 als erster Schüler der Deggendorfer EWTO-Schule das Wing Tsun und Escrima Training bei Sihing Andreas Loch.

Nach einer kurzen Zwangspause setzte er in den Jahren 1997 bis 2004 sein WT-Training unter neuer Leitung der Deggendorfer WT-Schule fort. Nachdem eine Schließung der damaligen WT-Schule bevorstand, beschloss er seine eigene unabhängige WT-Kampfkunstschule zu eröffnen.

Hierzu trat er am 31.07.2004 aus der EWTO aus und schloss sich den Kampfkunstschulen Sifu Armin Eiler an. Seit 2004 ist er nun Privatschüler von Sifu Eiler, bei welchem er sich fortlaufend und auch weiterhin fortbildet.

Im Juli 2011 wurde Karl-Heinz Stetter zum 4. Technikergrad ernannt, welcher im Schulenverbund Sifu Armin Eiler das komplette waffenlose System umfasst. Im selben Jahr wurde ihm die Ehre zuteil und er wurde selbst zum „Sifu“ ernannt.

In den Jahren 2011 bis 2020 beschäftigte sich Sifu Stetter mit dem Wiederholen bzw. Ausarbeiten des waffenlosen WT-Systems, dem Erlernen des WT-Langstocks und zuletzt der WT-Doppelmesser. Dies ermöglichte Sifu Stetter heute in seiner eigenen verbandsunabhängigen Kampfkunstschule nicht nur das bewaffnete und unbewaffnete WT anzubieten, sondern auch ein tiefergehendes Verständnis für das System zu entwickeln. Letzteres war auch der Grund seiner Bestrebungen nach dem „kompletten“ System. Ausschlaggebend ist für den Inhaber der Wing Tsun Schule Deggendorf nicht das Sammeln von Techniken und Graduierungen wie es heutzutage oft üblich ist, sondern die Entwicklung von Fertigkeiten und Kenntnissen. Im Vordergrund steht für ihn unverändert die eigene Fortbildung und das ständige Hinterfragen des Systems um seine eigene Interpretation voranzutreiben. Von Verbandspolitik distanziert er sich gänzlich und er bedankt sich bei seinen Lehrern und langjährigen Schülern für das ihm entgegengebrachte Vertrauen.